Die 4 Ebenen der Naturpädagogik

1. Ebene – Begeisterung
Die Kinder begegnen der Natur spielerisch und sinnlich, entwickeln eine liebevolle Bindung an den Wald, können mit und in der Natur spielen. Die Basis der Vertrautheit wird von der Gruppenleitung geschaffen und die Kinder können sich gegenseitig kennen lernen und sich in ihrer Gruppe einordnen. Hier geben feste Abläufe und Rituale dem Kind Sicherheit und Halt.

2. Ebene – Wahrnehmung
sobald sich die Kinder im Wald wohl fühlen, sind sie bereit, sich frei für die Natur zu machen.  Mit ruhigeren Konzentrationsspielen wird Sachwissen vermittelt, die Kinder „machen“ etwas mit der Natur, verändern sie, spielen mit ihr. Sie werden mit der Begeisterung der Leitperson angesteckt und das Interesse, Pflanzen und Tiere zu bestimmen, kommt von allein.

3. Ebene – Erfahrung
Unmittelbares Erleben der Natur ermöglicht es, vollständig in den Geist der natürlichen Welt einzudringen. Mit Einbeziehung von Fantasie und Kreativität, lauschen und schauen – auf das Leise, das Kleine, das Unscheinbare... dies ruft in uns ein inniges Gefühl des Dazugehörens und des Verstehens der Natur hervor. Wenn Menschen Liebe und Sorge für die Erde entwickeln sollen, dann brauchen sie solche direkten Erfahrungen.

4. Ebene – Identifikation
Die Kinder identifizieren sich mit der Natur, sie erkennen sich als ein Teil der Natur. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit in der Gruppe verstärkt sich. Die Natur wird intensiv empfunden und Gefühle können individuell ausgedrückt werden – eine meditative Begegnung mit der Natur wird möglich.