Sinneswahrnehmung in der Natur

Der Drang für Kinder, etwas Neues zu entdecken ist sehr gross. Sie sind geradezu auf der Suche nach Spiel, Bewegung und Entdeckungsreisen. Dies den Kindern zu ermöglichen ist sehr wichtig. Sie müssen sich austoben können – ihre Energien loswerden und sie müssen Kontakte mit anderen Kindern haben, damit sie sich positiv entfalten können. Im Wald dürfen sich unsere Sinne erholen. „Ein freies Kinderleben findet draussen statt.“(Claudia Rawer)

  • In der Natur ist viel Platz zum Toben, Spielen, Träumen... Der natürliche Bewegungsdrang der Kinder kann ungehindert ausgelebt werden. Dazu fördert das unebene Gelände im Wald das Gleichgewicht und den Orientierungs – Lagesinn. Die Bewegungsfähigkeit wird gefördert.
  • Die Naturerfahrung der vier Elemente (Wasser – Luft – Erde – Feuer), Grundlegende Sinneseindrücke werden direkt aufgenommen. Im Zusammenhang mit den Jahreszeiten, den verschiedenen Witterungen, der Tiere und Pflanzen.
  • die Naturbeziehung wird gestärkt, Ängste und Ekel können abgebaut werden, der behutsame Umgang mit jeder Art von Leben wird erfahren.
  • frische Luft und Bewegung stärken das Immunsystem. Die Kinder spüren den eigenen Körper intensiver.
  • die Entwicklung von Kreativität und Fantasie wird gefördert, durch freies Spiel und dem Umgang mit unstrukturiertem Spielmaterial (Gegenstände aus der Natur).
  • Eigenaktivität kann gefördert werden, die Kinder verwirklichen ihr eigenes kleines Projekt. Das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein werden gestärkt, soziale Fähigkeiten gefördert.

Wald und Wiese geben den Kindern weitaus mehr Gelegenheit, ihren Körper und ihre Sinne zu gebrauchen, als dies beim Spielen drinnen der Fall sein kann. Die Natur bietet situative Bewegungsanlässe, die die Kinder herausfordern, die ihr Bewegungskönnen auf die Probe stellen und erweitern. Gleichzeitig lernen sie die räumliche und gegenständliche Umwelt in einer ungewohnten Art kennen, machen z.B. Erfahrungen mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit. Sinnliche Erfahrungen des Tastens, Fühlens, Riechens, Hörens und Sehens werden im Freien intensiv erlebt. Auf dem Barfusspfad kitzelt das Gras unter den Fusssohlen, der Sand rinnt zwischen den Zehen hindurch, Steine fühlen sich in der Sonne warm, im Schatten kalt an, Moos ist weich, Äste dagegen hart. Die Vielfalt der Gerüche werden draussen intensiv wahrgenommen. Wie riecht Moos, welchen Geruch haben Tannenzapfen, Blumen, ein Nadelbaum, frisch gesägtes oder vermodertes Holz?

Draussen spielen hat zu allen Jahreszeiten seinen Reiz und ist bei fast jedem Wetter möglich. Die Kinder erfahren, dass Bewegung gegen das Frieren hilft und dass man sogar bei Eis und Schnee schwitzen kann.  Sie spüren den Regen auf der Haut, frischer Wind weht ihnen um die Nase und Sonnenstrahlen tanzen zwischen den Blättern.